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Teppich richtig saugen: die häufigsten Fehler

Saugen ist die wichtigste Pflege, die ein Teppich bekommt — und gleichzeitig die, bei der am meisten falsch gemacht wird. Die gute Nachricht: Die Fehler sind schnell erklärt und kosten nichts, wenn man sie kennt.

Fehler 1: die Bürstwalze auf dem handgeknüpften Teppich

Die rotierende Bürste eines Staubsaugers ist für Auslegware gemacht. Auf einem handgeknüpften Teppich reisst sie mit der Zeit Fasern aus dem Flor und arbeitet sich in die Fransen. Bei Orient- und Perserteppichen also immer die Düse ohne Bürste verwenden, oder die Bürstwalze abschalten.

Fehler 2: über die Fransen saugen

Fransen sind die Enden der Kettfäden, an denen der ganze Teppich hängt. Wer mit voller Saugkraft darüberfährt, zieht sie einzeln heraus. Fransen von Hand ausschütteln oder mit der Polsterdüse vorsichtig absaugen — nie mit der Bodendüse.

Fehler 3: zu selten und dann zu gründlich

Der Schaden entsteht nicht durch Staub, sondern durch Sand. Feine Körner setzen sich am Grund des Flors ab und schneiden bei jedem Schritt in die Faser — wie Schmirgelpapier von innen. Lieber zweimal die Woche kurz als einmal im Monat lange.

Fehler 4: nur in eine Richtung

Ein Teppich hat eine Florrichtung. Saugen Sie erst mit dem Strich, dann quer dazu: So kommt die Düse auch an den Schmutz, der sich seitlich an den Knoten festgesetzt hat.

Fehler 5: den Teppich nie umdrehen

Ein- bis zweimal im Jahr den Teppich umdrehen und die Rückseite saugen, danach den Boden darunter. Sie werden überrascht sein, wie viel Sand dabei herauskommt — genau der, der sonst weiter am Flor arbeitet.

Und wann reicht Saugen nicht mehr?

Wenn sich der Flor stumpf anfühlt, die Farben matt wirken oder der Teppich riecht, sitzt der Schmutz zu tief. Wie oft eine Grundreinigung sinnvoll ist, können Sie mit unserem Intervall-Rechner für Ihren Haushalt bestimmen.

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