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Echt oder Maschine? So erkennen Sie einen handgeknüpften Teppich

Sie müssen kein Sachverständiger sein, um das zu erkennen. Vier Prüfungen genügen, und für alle brauchen Sie nur Ihre Augen.

1. Die Rückseite

Drehen Sie den Teppich um. Bei einem handgeknüpften Teppich sehen Sie das Muster auf der Rückseite fast so deutlich wie vorn, und Sie erkennen einzelne Knoten — leicht unregelmässig, weil sie von Hand gesetzt wurden. Ein Maschinenteppich hat auf der Rückseite ein gleichmässiges Raster und oft ein Gewebe oder eine Beschichtung, die das Muster verdeckt.

2. Die Fransen

Beim handgeknüpften Teppich sind die Fransen die Verlängerung der Kettfäden — sie kommen aus dem Teppich heraus. Bei vielen Maschinenteppichen sind sie ein separates Band, das angenäht oder angeklebt wurde. Ziehen Sie vorsichtig: Angenähte Fransen lassen sich als Streifen abheben, echte nicht.

3. Die Unregelmässigkeiten

Suchen Sie nach kleinen Abweichungen: eine Musterlinie, die minimal verspringt, ein Farbton, der sich über die Länge leicht ändert. Dieser Farbwechsel heisst Abrasch und entsteht, wenn ein neues Wollbündel aus einem anderen Färbedurchgang verwendet wurde. Er ist kein Fehler, sondern ein Echtheitszeichen. Maschinen produzieren perfekt gleichmässig.

4. Die Kanten

Handgeknüpfte Teppiche sind an den Längsseiten von Hand umwickelt. Die Umwicklung ist leicht wulstig und nicht mathematisch gerade. Maschinell gekettelte Kanten sind völlig gleichmässig.

Warum das für die Reinigung wichtig ist

Handgeknüpfte Teppiche gehören ins Wasserbad und vertragen keine Sprühextraktion mit viel Feuchtigkeit — Naturfarben können ausbluten und Wolle kann schrumpfen. Bei Maschinenteppichen ist ein Mietgerät oft völlig ausreichend, und das sagen wir auch. Den Unterschied rechnet Ihnen unser Vergleichsrechner vor. Welche Knüpfregionen es gibt, finden Sie unter Teppicharten.

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