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Teppich auf Fussbodenheizung: worauf Sie achten müssen

Die kurze Antwort: Ja, in aller Regel. Die längere Antwort hängt davon ab, wie dick der Teppich ist und woraus er besteht.

Der entscheidende Wert

Ausschlaggebend ist der Wärmedurchlasswiderstand. Je höher er ist, desto mehr Wärme hält der Teppich zurück. Faustregel aus der Praxis: Bis etwa 0,15 m²K/W für den gesamten Aufbau ist es unproblematisch. Ein dünner bis mittelstarker Teppich bleibt darunter, ein dicker Hochflor oder ein zusätzlicher Filzuntergrund kann darüber liegen.

Was das praktisch heisst

  • Flachgewebe und Kelims sind unproblematisch — sie sind dünn und leiten gut.
  • Handgeknüpfte Teppiche mittlerer Stärke funktionieren in der Regel gut.
  • Hochflor und dicke Untermatten können die Heizleistung spürbar dämpfen.
  • Gummierte Antirutschmatten sind ungeeignet: Sie isolieren stark und können bei Wärme mit dem Bodenbelag reagieren.

Was mit dem Teppich passiert

Wolle verträgt die Wärme gut. Wichtig ist gleichmässige Temperatur ohne starke Sprünge — die trocknet die Fasern weniger aus. Bei sehr trockener Heizungsluft im Winter tut auch dem Teppich etwas Luftfeuchtigkeit gut, nicht nur Ihnen.

Ein Punkt, den viele übersehen

Auf Fussbodenheizung trocknet ein feuchter Teppich schneller — was gut klingt, aber nach einer Reinigung zu schnell gehen kann und Spannungen im Gewebe erzeugt. Nach einer Wäsche also nicht direkt auf die warme Fläche legen, sondern erst vollständig durchtrocknen lassen. Genau deshalb trocknen wir kontrolliert in der Werkstatt.

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